| BAMBERG. Hunderttausende
von Bundesbürgern im Jahr verlieren für kürzere oder längere
Zeit ihre Fahrerlaubnis. Die meisten von ihnen kommen glimpflich
davon und bekommen nach einer Sperrfrist ihre Lizenz zurück.
In allzu vielen Fällen beginnt allerdings ein `Leidensweg´,
dessen Ausgang kaum abzuschätzen ist", wie die Rechtsanwälte
Michael Hettenbach, Michael Winter, Goetz Grunert und die
Bamberger Diplom-Psychologen Martin Berger und Rigobert
Moosmayer in ihrem neuen Buch Führerschein/MPU, Punkte-Alkohol-Drogen"
feststellen.
Keine Patentrezepte
Die Autoren sind alle langjährige Praktiker im Bereich
der Verkehrspsychologie und des Verkehrsrechts. Ihr Werk
richtet sich vor allem an Verkehrssünder, die sich einer
Medizinisch-Psychologischen Untersuchung
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(MPU) im Volksmund oft als Idiotentest" bezeichnet,
unterziehen müssen. Sie versuchen aufzuzeigen, welche
Fehler in welchem Verfahrensstadium vermeidbar sind -
beginnend bei der Polizeikontrolle bis hin zur MPU. Dabei
gibt es aber keine Patentrezepte, nach der Lektüre sollte
es aber jedem Betroffenem möglich sein, rechtzeitig und
richtig zu reagieren", schreiben die fünf Experten.
Mit ihrem Buch verfolgen die Autoren noch ein anderes
Anliegen: Vorurteile abbauen. Leider wird in der
aktuellen Diskussion um die MPU mit Halbwahrheiten und
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Fehlinformationen
gearbeitet, die in den meisten Fällen schlicht die gängisten
Mythen rund um die MPU zementieren. Betroffenen wird es
dadurch erschwert, sich sachlich mit dieser Untersuchung
auseinander zu setzen", erklären Berger und Moosmayer.
Falsche Vorstellungen über die MPU seien die Hauptursache
für die hohe Quote an negativen Gutachten.
Perspektiven aufzeigen
Eine Warnung schicken die Autoren noch voraus: Das Buch
erhebt nicht den Anspruch eines Testknackers. Es soll
Perspektiven aufzeigen, wie Betroffene -gegebenenfalls
mit Hilfe qualifizierter Fachleute- ihre Fahrerlaubnis
wiedererlangen können und vor unseriösen Angeboten verschont
bleiben.
Siehe auch:
www.basis98.de/mpu/mpu.html
www.verkehrsthek.de
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