Wir sind uns darüber bewusst, dass man
aus verschiedenen Beweggründen heraus unser Produkt
"Promille-Controller" auch kritisch hinterfragen
kann. Diese Seite gibt Ihnen Antworten auf die am häufigsten
gestellten Fragen:
Können die im "Promille-Controller"
angegebenen Alkoholmengen im Einzelfall auch zu hoch
sein?
Antwort: höchst unwahrscheinlich
Die folgenden Fragen und dazugehörigen
Antworten gehen näher auf Einzelaspekte ein:
- Ist eine durchschnittliche
Leberabbaurate von 0,15/h als Berechnungsgrundlage
bei einem Intervall möglicher Leberabbauraten von
0,1 - 0,2/h zu rechtfertigen?
- Ist die Zugrundelegung durchschnittlicher
Verteilungsfaktoren (0,7 für Männer; 0,6 für Frauen)
beim "Promille-Controller" gerechtfertigt?
- Gibt es nennenswerte Argumente
dafür, dass die im "Promille-Controller"
angegebenen Trinkmengen doch zu höheren Blutalkoholkonzentrationen
als 0,5 bzw. 0,3 führen?
- Inwiefern sind die im "Promille-Controller"
angegebenen Trinkmengen auch für kranke Menschen
relevant?
- Ein sogenannter "Sturztrunk"
am Schluss einer längeren Trinkphase führt spontan
zu höheren Blutalkoholkonzentrationen als die entsprechende
Alkoholmenge bei gleichmäßigerem Konsum führen würde.
Trägt der "Promille-Controller" dem Rechnung?
- Ist es nicht prinzipiell
problematisch, ein Instrument zur Bestimmung der
für die Erreichung von 0,3 bzw. 0,5
Blutalkoholkonzentration erforderlichen Alkoholmengen
zu schaffen?
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Ist eine durchschnittliche Leberabbaurate
von 0,15/h als Berechnungsgrundlage bei einem
Intervall möglicher Leberabbauraten von 0,1 - 0,2/h
zu rechtfertigen?
Leberabbauraten unter 0,15/h kommen
vor allem bei untergewichtigen Personen vor. Diese weisen
jedoch auch einen höheren Verteilungsfaktor (Anteil
der Körperflüssigkeit) auf, so dass die theoretisch
maximale Blutalkoholkonzentration bei diesen Personen
prinzipiell niedriger ist als bei normalgewichtigen.
Beispiel: Nach den Angaben im "Promille-Controller"
muss ein 60 kg schwerer Mann innerhalb von 5 Stunden
50 g reinen Alkohol zu sich nehmen, um die 0,5-Grenze
zu verletzen.
Bei einem 60 kg schweren, im Verhältnis
zu seiner Körpergröße jedoch untergewichtigen Mann mit
einer Leberabbaurate von 0,1/h müsste der Verteilungsfaktor
0,85 betragen, damit die im "Promille-Controller"
angegebene Trinkmenge bei gleichen Gegebenheiten nicht
zu mehr als 0,5 BAK führt. In der Fachliteratur
werden für untergewichtige Personen Verteilungsfaktoren
bis zu 0,9 angegeben.
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Personen mit einem unterdurchschnittlichen
Anteil an Körperflüssigkeit (Verteilungsfaktor) erreichen
bei gleicher Trinkmenge theoretisch maximal höhere Blutalkoholkonzentrationen
als Personen mit einem durchschnittlichen.
Ist die Zugrundelegung durchschnittlicher
Verteilungsfaktoren (70% für Männer; 60% für Frauen)
beim "Promille-Controller" gerechtfertigt?
Vor allem übergewichtige Personen weisen
einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Fettgewebe
und damit einen niedrigeren Anteil an Körperflüssigkeit
(Verteilungsfaktor) auf. Dieser niedrigere Verteilungsfaktor
führt zu theoretisch maximal höheren Blutalkoholkonzentrationen
bzw. bei festgesetzter Blutalkoholkonzentration zu entsprechend
niedrigeren Trinkmengen.
Auf dem "Promille-Controller"
befindet sich ein dementsprechender Hinweis.
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Gibt es nennenswerte Argumente dafür,
daß die im "Promille-Controller" angegebenen
Trinkmengen doch zu höheren Blutalkoholkonzentrationen
als 0,5 bzw. 0,3 führen?
Im Gegenteil, in der Berechnungsgrundlage
des "Promille-Controllers" wurde das sogenannte
Resorptionsdefizit (medizinisch nicht ausreichend geklärte
Differenz zwischen theoretisch maximaler Blutalkoholkonzentration
und empirisch tatsächlich erhaltenen Maximalwerten)
nicht berücksichtigt. Dieses liegt in der Regel zwischen
10 und 30 % der aufgenommenen Alkoholmenge und dient
als "Sicherheitsspielraum" im Sinne der Straßenverkehrssicherheit
für den Fall, daß eine Person den "Promille-Controller"
trotz entsprechender Warnungen nutzt, um an die "legal
vertretbare Grenze" zu trinken.
Zum sog. Resorptionsdefizit
- Dieser "Sicherheitsspielraum" dient
der Straßenverkehrssicherheit.
- Sinn und Zweck des "Promille-Controllers"
ist eben nicht die medizinisch absolut genaue
Bestimmung von Blutalkoholkonzentrationen. Der
"Promille-Controller" ist kein Instrument,
das dazu dienen soll, die "legal vertretbare
Trinkgrenze" zu ermitteln, sondern
Der "Promille-Controller"
dient der Erhöhung des Bewußtseins für das Zusammenwirken
von Geschlecht, Körpergewicht, Trinkdauer und Trinkmenge
auf die Höhe und Entstehung von Blutalkoholkonzentrationen.
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Inwiefern sind die im "Promille-Controller"
angegebenen Trinkmengen auch für kranke Menschen relevant?
Da der Alkoholabbau zu 90-95% in der Leber
stattfindet, müssen vor allem Personen mit Lebererkrankungen
von teilweise erheblich geringeren Trinkmengen als in
den Skalen des "Promille-Controllers" angegeben
ausgehen.
Ein entsprechender Hinweis befindet sich
auf der Rückseite des "Promille-Controllers".
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Ein sogenannter "Sturztrunk"
am Schluß einer längeren Trinkphase führt spontan zu
höheren Blutalkoholkonzentrationen, als die entsprechende
Alkoholmenge bei gleichmäßigerem Konsum führen würde.
Trägt der "Promille-Controller" dem Rechnung?
Selbstverständlich muß bei der Berechnungsgrundlage
des "Promille-Controllers" von einem relativ
gleichmäßigen Alkoholkonsum während der Trinkzeit ausgegangen
werden.
Auf der Rückseite des "Promille-Controllers"
befindet sich ein entsprechender Hinweis.
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Ist es nicht prinzipiell problematisch,
ein Instrument zur Bestimmung der für die Erreichung
von 0,3 bzw. 0,5 Blutalkoholkonzentration
erforderlichen Alkoholmengen zu schaffen?
Präventionsarbeit bezüglich Alkohol im
Straßenverkehr zielt bislang ausschließlich auf den
Verzicht von Alkohol ab. Die genauen Gründe hierfür
werden in aller Regel nicht oder nur ansatzweise genannt.
Vor dem Hintergrund einer gesetzlichen 0,5-Grenze
erzeugt diese Forderung bei vielen (auch nicht alkoholgefährdeten/alkoholkranken)
KraftfahrerInnen Abwehr und eben keine Akzeptanz. Diese
KraftfahrerInnen möchte der "Promille-Controller"
zur Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol im Straßenverkehr
anregen. Diese KraftfahrerInnen von einem unkontrollierten
Alkoholkonsum vor der Teilnahme am Straßenverkehr zu
einem kontrollierten Alkoholkonsum bzw. zu einem freiwilligen
Alkoholverzicht zu motivieren, ist Sinn und Zweck des
"Promille-Controllers"